24 Stunden Tag bei der Jugendfeuerwehr

Am 19.05.2012 fand der 24-Stunden Tag der Jugendfeuerwehr statt. Hierbei handelt es sich um eine Aktion, um den Jugendlichen den Alltag bei der Feuerwehr etwas näher zu bringen und dabei Feuerwehrtechnische Inhalte zu vermitteln.

Die Jugendlichen fanden sich am Samstag den 19.05.2012 gegen 8.00 Uhr in der Feuerwache Barntrup ein. Zu Beginn des Tages gab es ersteinmal ein stärkendes Frühstück für die Jugendlichen und Betreuer, da der Tag noch lang werden würde.
Nach dem Frühstück fuhren wir gemeinsam zum FAZ nach Lemgo um dort das Feuerwehr-Ausbildungs-Zentrum und die Leitstelle zu besichtigen. Bei dem Rundgang über das Gelände des FAZ konnten wurden unter anderem die Brand-Simulations-Anlage, die Atemschutzstrecke und die Schlauchpflege besichtigt. In der Leitstelle wurde den Jugendlichen dann die Abwicklung eines Notrufes gezeigt.
Nachdem wir wieder zurück zur Wache gefahren waren, gab es ein kleines Mittagessen und direkt im Anschluss die erste Einsatzübung.

Bei dieser ersten Übung handelte es sich um eine Personensuche im Bereich Waldstadion/Friedhof Barntrup. Die Jugendlichen bildeten eine Kette und suchten das Gebiet ab. Bei dieser Übung wurde das System vermittelt, mit dem man bei einer Personensuche im Wald vorgeht. Nach einiger Zeit der Suche wurde die vermisste Person schließlich gefunden und gerettet.

Nachdem wir wieder im Standort waren, haben wir eine Funkübung durchgeführt. Dazu sind wir mit verschiedenen Fahrzeugen durch die Großgemeinde Barntrup gefahren, wobei ein Fahrzeug von den anderen gefunden werden musste. Hierbei war es wichtig ständig untereinander zu kommunizieren, was von den Jugendlichen auch erfolgreich durchgeführt wurde. Bei dieser Übung wurde die Bedeutung und Funktionalität von Kommunikation über Funk verdeutlicht.

Bei der Funkübung ging nach einiger Zeit die Meldung über eine Ölspur ein, welche abgearbeitet werden musste. Wir rückten also zum Einsatzort an dem Freibad in Banrtrup aus um die Ölspur zu beheben. Dieses Szenario stellte sich im Endeffekt als ein ABC-Unfall mit einer Leckage an einem Kraftstofftransporter heraus. Zur Behebung der Gefahr wurde die Straße gesperrt und die Leckage von einem Angriffstrupp unter Atemschutz abgedichtet. Ausgelaufene Betriebsmittel mussten aufgenommen und beseitigt werden.

Nach diesem Einsatz fanden wir uns wieder in der Feuerwache Barntrup ein um zusammen zu Abend zu grillen. Dazu gab es außerdem Stockbrot am Lagerfeuer in lockerer Atmosphäre.

Nach einiger Zeit ging ein Alarm einer Brandmeldeanlage bei der Firma F&R ein, zu dem die Jugendlichen sofort ausrückten. Inzwischen ließ sich auch schon eine gewisse Routine erkennen, mit der vorgegangen wurde.
Der Alarm stellte sich bei Ankunft der Jugendfeuerwehrleute als ein Fehlalarm heraus. So wurde verdeutlicht, dass nicht immer etwas passiert sein muss, um einen Einsatz der Feuerwehr auszulösen.

Mit Wiederankunft in der Wache, wurde der gemütliche Abend fortgesetzt. Bis es dann wieder nach einiger Zeit zu einem Alarm kam, bei dem eine Scheune in voller Ausdehnung brennt. Wieder rückten die Jugendfeuerwehrleute zum Einsatzort aus um den Brand zu löschen. Dazu sind Angriffstrupps unter Atemschutz vorgerückt. Außerdem musste eine Wasserversorgung über längere Distanz hergestellt und die Straße gesichert werden. Auch um die Ausleuchtung der Einsatzstelle wurde sich gekümmert.

Nachdem der Brand gelöscht worden war und alle Geräte eingeräumt, fuhren wir zum wohl verdienten Feierabend in die Wache.

Dort angekommen vielen einige der Jugendlichen sofort in ihre Betten, andere unterhielten sich noch etwas. Auch die Betreuer konnten nun zur Ruhe kommen. Zumindest vorerst, denn um 4 Uhr morgens sollte es weitergehen.

Als es dann 4 Uhr morgens war, gingen für die Jugendlichen die Melder und die Lichter an. Es hieß wieder „Raus aus den Betten und fertig machen für den Einsatz“. Einige der Jugendlichen sprangen aus dem Bett und machten sich bereit, anderen sah man die Müdigkeit deutlich ins Gesicht geschrieben, aber auch so etwas gehört zum Alltag von Feuerwehrleuten.

Der gemeldete Einsatz war ein Waldbrand bei den Teichen zwischen Friedhof und Freibad in Barntrup. Einige der Jugendfeuerwehrleute begannen sofort mit der Ausleuchtung der Einsatzstelle, andere stellten eine Wasserversorgung aus den Teichen her um einen Löschangriff aufzubauen. Die Zusammenarbeit war trotz der zeitlichen Umstände super und das Einsatzszenario wurde gut gelöst. Nach einiger Zeit und Arbeit waren wir dann fertig. Die Gerätschaften wurden gesäubert und wieder auf den Fahrzeugen verlastet. Es ging wieder einmal zurück zur Wache.

Dort angekommen legten sich einige der Jugendlichen noch einmal hin, andere blieben gleich wach, denn das Frühstück musste vorbereitet werden. Nachdem dann alle zusammen gefrühstückt hatten, wurden die Jugendlichen nach spannenden und aufregenden 24 Stunden wieder nach Hause gebracht.

Obwohl alle Einsätze an diesem Tag für die Jugendlichen natürlich nur Übungen waren, konnte trotzdem ein gutes Gefühl für die Arbeit bei der Feuerwehr vermittelt werden. Doch auch der Spaß und Gruppenzusammenhalt kamen nicht zu kurz. Alles in allem waren es 24 gelungene Stunden bei der Jugendfeuerwehr Barntrup.