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Alarmübung des Löschzuges Alverdissen

Am Donnerstagabend um 18.15 Uhr heulten in Alverdissen die Sirenen und piepten die Meldeempfänger der Alverdisser und Barntruper Einsatzkräfte. Die Meldung war „ Feuer 3 Rauch dringt aus Gebäude“. Die Einsatzkräfte fuhren die Einsatzstelle  in der Humfelder Straße in Alverdissen  an und der Einsatzleiter Brandinspektor Marcel Schäfer (stv. Löschzugführer des LZ Alverdissen) erkundete die Lage. Dichter Rauch quoll aus einem leerstehenden Gebäude mit angrenzender Scheune. Ein junges Mädchen stand vor dem Gebäude und vermisste ihre Freundinnen. Sie hatten im Gebäude verstecken gespielt und als sie die anderen suchen wollte war alles verraucht gewesen.

Der Einsatzleiter ordnete sofort die Menschenrettung  der Vermissten Personen an. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen in das verrauchte Gebäude über Steckleitern und dem Hauseingang vor und suchten die Räumlichkeiten ab. Parallel dazu wurden im Außenbereich Löschangriffe aufgebaut. Als Wasserversorgung wurden zwei Hydranten in unmittelbarer Nähe in Betrieb genommen. Zusätzlich stand das TLF4000 aus Barntrup zur Verfügung. Die Drehleiter wurde auf dem Hof vor der Scheune aufgestellt, so dass die Scheune und das Wohnhaus erreichbar waren. Die Trupps fanden  zwei Personen im Wohnhaus, eine Person wurde über die Steckleiter aus dem oberen Geschoss gerettet, die zweite über den Hauseingang ins freie gebracht. Die dritte Person wurde bewusstlos in der verrauchten Scheune gefunden. Alle geretteten Personen wurden dem mitalarmierten Rettungsdienst übergeben. Nachdem die Menschenrettung abgeschlossen war, konnte sich voll auf die Brandbekämpfung konzentriert werden. Nach rund einer Stunde meldete der Einsatzleiter „Feuer aus“.

Was sich alles sehr dramatisch anhört, war zum Glück eine vom Alverdisser Löschzugführer Brandoberinspektor Stefan Jakob, seinem Stellvertreter Hauptbrandmeister Oliver Hasler und dem Unterbrandmeister Sven Logermann ausgearbeitete und streng geheim gehaltene Alarmübung des Löschzuges Alverdissen.