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Realitätsnahe Ausbildung in der Gasbrandbekämpfung

An einem Lehrgang zur Gasbrandbekämpfung nahmen 18 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Barntrup auf dem Gelände der DMT (DMT - Zentrum für Brand- und Explosionsschutz) im Dortmund teil. Dabei erlernten und übten die Einsatzkräfte Techniken zur Brandbekämpfung und Menschenrettung. Erdgas und auch Flüssiggas begegnet uns fast täglich im Alltag. Das brennbare Gas birgt im Umgang leider auch Risiken, die es zu beachten gilt.


Um den richtigen Umgang mit Gasbränden zu erlernen und Maßnahmen insbesondere zur Menschenrettung im Zusammenhang mit Gasunfällen zu trainieren, fuhren am 08.Oktober 2016, achtzehn Einsatzkräfte der Löschzüge Barntrup, Alverdissen und Sonneborn zum DMT-Zentrum für Brand- und Explosionsschutz (DMT) nach Dortmund. Zusammen mit dem regionalen Energieversorger wurde die Teilnahme der Feuerwehreinsatzkräfte aus Barntrup an dem Sonderlehrgang bei DMT ermöglicht.
Nach einer kurzen Begrüßung startete die Ausbildungsveranstaltung mit einem einführenden Theorieteil. Der Ausbilder erläuterte den Teilnehmern aus dem Lipperland die Grundlagen für die Gasbrandbekämpfung im Gebäude sowie im Freien und zeigte mögliche Sofortmaßnahmen auf, die von den Feuerwehreinsatzkräften getroffen werden können. Der Praxisteil bestand darin, in verschiedenen Brandszenarien die richtige Angriffstechnik mit einem C-Hohlstrahlrohr anzuwenden und wiederholt zu trainieren. Da Erdgas bzw. Flüssiggas eine Flammentemperatur von ca. 1900 °C besitzt, musste jeder Teilnehmer neben seiner persönlichen Schutzrüstung auch seine Atemwege unter Einsatz von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten (sogenannte Pressluftatmer) schützen.
Nach einer kurzen Eingewöhnung an die Strahlrohrtechnik und einer Sicherheitsunterweisung ging es in die "heiße Phase" des Lehrgangs. Der erste Trupp startete mit der Brandbekämpfungan einer Rohrleckage. Ziel war es, die Gasflamme, welche circa drei Meter aus dem Mündungsrohr des Rohres austrat, so einzudämmen, dass der eingesetzte Angriffstrupp an das Absperrventil gelangte und die Gaszufuhr unterbrechen konnte. Ein Abschlagen der Flamme, also das Löschen des Feuers, führt zu einem unkontrollierten Gasaustritt, welcher noch weitere Gefahren mit sich ziehen könnte. Dieses sollte möglichst vermieden werden. Allen eingesetzten Trupps gelang es, das vorgesehene Übungsziel zu erreichen.
Eine weiteres Szenario bot sich bei dem "Hausanschlußbrand im Keller". Hier strömte Erdgas aus einem undichten Rohrflansch und hatte sich entzündet. Ziel war es auch diesesmal, die Flamme soweit einzudämmen, dass der Truppführer des eingesetzten Trupps die Gaszufuhr unterbrechen konnte.
Das dritte Übungsszenario fand an einer Baustellengrube statt, wo Arbeiten an einer Gasleitung durchgeführt worden waren. Angenommen wurde, dass die Gasleitung beschädigt worden war und sich entzündet hatte. In der Baustellengrube befand sich noch ein verletzter Monteur (Übungspuppe). Die Aufgabe für zwei eingesetzte Trupps unter Pressluftatmer war es, einerseits die Flamme mit einem Hohlstrahlrohr von dem Monteur fern zu halten und anschließend in die Grube einzusteigen, um die Person zu retten. Die Schwierigkeit lag dabei einerseits in der Enge der Grube und andererseits bei der Gefahr, dass die Flamme wieder zurückschlagen konnte.
Nachdem alle Übungsstationen von jedem Teilnehmern absolviert worden waren, kamen abschließend die Teilnehmer in dem Schulungsraum zusammen. Hier wurde das Erlernte nochmals besprochen. Die Teilnehmer äußerten sich dabei durchweg positiv über die Ausbildungsveranstaltung. Ein großes Dankeschön an den Energieversorger, es konnten viele Eindrücke mit in die Löschzüge genommen werden.