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"Mayday, Mayday, Mayday“ Der GAU für alle Feuerwehrleute

Es ist eine irreale Welt, in der sich die Feuerwehrleute bewegen. Ohne Sicht, ohne Orientierung und mit einem Atemluftvorrat, der etwa für 30 Minuten reicht, so sollen sie Menschen retten und Brände bekämp­fen. Und das bei hohen Temperaturen und unter maximalem Stress. Der Atemschutzeinsatz zur Brandbekämpfung in geschlossenen Räumen ist sozusagen die Königs Disziplin der Feuerwehr. Dass bei dieser Einsatzart auch etwas schief gehen kann, beweisen tragische Ereignisse weltweit. Immer wieder verunglücken Feuerwehrleute. Und leider auch tödlich. Die mindestens zu zweit vorgehenden Feuerwehrleute bilden einen sogenannten Trupp. Das Zwei-Mann-Team ist dabei unabdingbar voneinander abhängig.

Großes Vertrauen und gute Absprache sind für den Einsatzerfolg von besonderer Wichtigkeit. Kommt es zu einem Zwischenfall in gefährlicher Umgebung, also im Brandrauch und nahe dem zu be­kämpfenden Feuer, sind die Feuerwehrleute in Lebensgefahr. Verletzt sich auch nur ein Trupp Mitglied, sind beide in Not. Die Feuerwehr nennt diesen Zwischenfall: Trupp in Not! Über Funk wird dann das „Mayday, Mayday, Mayday“ ausgerufen. Das Rufzeichen gilt für alle Feuerwehrleute. Ab diesem Augenblick läuft ein gut trainiertes Prozedere ab. Der sogenannte Sicherheitstrupp geht nun zu dem verunfallten Feuerwehrkameraden zur Rettung vor.

Seit einiger Zeit übten einige Feuerwehrleute aus den drei Löschzügen der Barntruper Feuerwehr regelmäßig solche Situationen. Unter der Leitung des Alverdisser Löschzugführers Stefan Jakob sowie dem Atemschutzgerätewart der Freiwilligen Feuerwehr Barntrup, Benjamin Krist lernen die Teilnehmer das richtige Vorgehen und Verhalten in solch einem Notfall. Immer wieder trainierten sie den Einsatz des Sicherheitstrupp.  Nur eine gute und umfangreiche Ausrüstung und Ausbildung ermöglicht ein schnelles und erfolgversprechendes Eingreifen. Der Sicherheitstrupp ist sogar in der Lage, den in Not geratenen Feuerwehrkameraden mit Reserve Atemluft zu versorgen. Auch weiteres Material führt der Sicherheitstrupp mit, um den Verletzten schnell und möglichst schonend aus der Gefahrenzone retten zu können.

Das Üben hatte vollen Erfolg, denn das wurde am letzten Dienstabend von allen Atemschutzgeräteträgern bei Übungen in den Räumlichkeiten der Hauptschule Barntrup nochmals geprobt. Ab sofort können sie noch besser als Sicherheitstrupps arbeiten und werden die gewonnenen Er­kenntnisse und Erfahrungen bald an andere Feuerwehrleute in ihren Löschzügen der Feuerwehr Barntrup weitergeben und im Einsatzfalle bestens anwenden können.